„Warum bist du dann gegangen?“

Miras Augen füllten sich mit Tränen.

„Weil ich etwas erkannt habe.“

„Was?“

„Du warst niemals der Mann, für den ich dich gehalten habe.“

Cassian schluckte.

„Du hättest bleiben können.“

Mira schüttelte den Kopf.

„Fünf Jahre lang wartete ich darauf, dass du dich für mich entscheidest.“

Sie blickte auf die Krone in ihren Händen.

„Aber ich habe endlich verstanden…“

„Ich sollte niemals einen König darum bitten müssen, seine eigene Königin zu erkennen.“

Stille erfüllte den Thronsaal.

Dann—

Eine Stimme kam aus der Tür.

„Mira.“

Alle drehten sich um.

Eine alte Frau stand dort.

Sie trug einen weißen Umhang.

Ihr Haar war silbern.

Aber ihre Augen waren unverkennbar.

Mira ließ die Krone fallen.

„Mutter?“

Die Frau lächelte unter Tränen.

„Mein kleines Mädchen.“

Mira lief auf sie zu.

Sie umarmten sich.

Cassian starrte ungläubig.

Königin Seraphina.

Die letzte Königin des Hauses Valen.

Lebendig.

Nach fünfundzwanzig Jahren.