Ihr eigenes Leben.

Mira sah sie traurig an.

„Du musst nicht wieder alles allein tragen.“

Helga lächelte.

„Manchmal bedeutet Beschützen, etwas loszulassen.“

Sie hob ihre Hände.

Die gesamte Energie des Waldes begann zu ihr zu fließen.

Die Sterne erschienen durch die dunklen Wolken.

Die alten Bäume leuchteten.

Dann sprach sie die letzten Worte des alten Zaubers.

Ein Lichtstoß erfüllte den gesamten Wald.

Die Dunkelheit schrie.

Der Herr der Finsternis wurde ausgelöscht.

Der Fluch zerbrach.

Und Helga verschwand im Licht.


Das Ende der Legende

Am nächsten Morgen war der Schwarze Wald still.

Die Menschen fanden keine Spuren einer Schlacht.

Keine zerstörten Bäume.

Keine Zeichen von Magie.

Nur eine alte schwarze Katze saß neben einer kleinen Holzhütte.

Und vor der Tür lag eine einzige graue Haarsträhne.

Viele Jahre vergingen.

Die Menschen begannen, die Wahrheit zu erfahren.

Helga war niemals ein Monster gewesen.

Sie war eine Wächterin.

Eine Frau, die ihr ganzes Leben damit verbracht hatte, eine Welt zu beschützen, die sie niemals verstanden hatte.

Bis heute erzählen die Menschen in Bayern eine alte Geschichte.

Wenn in einer stürmischen Nacht der Nebel zwischen den Tannen erscheint…

Wenn eine schwarze Katze mit leuchtenden Augen am Waldrand sitzt…

Dann sagt man:

„Die alte Hexe wacht noch immer über den Schwarzen Wald.“

Denn manche Legenden sterben niemals.

Manche Seelen verschwinden nicht.

Und manchmal…

findet selbst die dunkelste Hexe ihren Weg zurück zum Licht.

Ende