Kapitel 9 — Das Ende von Sebastian Croft

Sebastian versuchte zu fliehen.

Doch diesmal gab es keinen Ausweg.

Seine Verbrechen waren dokumentiert.

Seine Opfer hatten gesprochen.

Seine Macht war verschwunden.

Der Mann, der glaubte, über allen zu stehen, verlor alles.

Adrian hätte ihn zerstören können.

Mit einem einzigen Befehl.

Doch Amelia hielt seine Hand.

— Lass ihn vor Gericht gehen.

Adrian sah sie an.

Sie hatte recht.

Rache würde die Vergangenheit nicht ändern.

Sie würde die Narben nicht verschwinden lassen.

Aber Gerechtigkeit konnte verhindern, dass er jemand anderem dasselbe antat.

Also ließ Adrian ihn der Justiz übergeben.


Kapitel 10 — Eine neue Zukunft

Ein Jahr später.

Das Meer glitzerte unter der warmen Sonne.

Amelia stand auf der Terrasse eines kleinen Hauses am Wasser.

In ihren Armen hielt sie ihr Baby.

Ihr kleines Wunder.

Ihr Sohn.

Adrian kam hinter sie und legte sanft eine Hand auf ihre Schulter.

Der Mann, den die Welt einst als Monster bezeichnet hatte, hielt jetzt vorsichtig sein eigenes Kind.

Amelia lächelte.

— Weißt du noch diese Nacht?

Adrian sah sie an.

— Welche?

— Die Nacht, in der ich diese weiße Hochzeitkleid getragen habe.

Er nickte.

— Du dachtest, dein Leben wäre vorbei.

Sie betrachtete das Meer.

— Ja.

Eine Pause entstand.

Dann lächelte sie.

— Aber ich habe mich geirrt.

Adrian küsste ihre Stirn.

— Warum?

Amelia sah ihn an.

— Weil diese Nacht nicht mein Ende war.

Sie blickte auf ihr Kind.

— Sie war der Anfang.

Adrian nahm ihre Hand.

Der gefährlichste Mann der Unterwelt hatte alles verloren, was ihm einst wichtig gewesen war.

Aber er hatte etwas gefunden, das wertvoller war als Macht.

Liebe.

Und Amelia Hastings…

Die falsche Braut, die durch einen Fehler entführt worden war…

wurde die einzige Frau, für die Adrian Rossi bereit war, die ganze Welt herauszufordern.

ENDE