Su piel, pálida por el desaire inicial, recuperó lentamente un tono rojizo mientras intentaba recomponer su ego herido frente a sus subordinados.
—Por supuesto, mi General… le agradecemos profundamente el gesto —balbuceó Mateo, tragando saliva con evidente dificultad.
Doña Verónica, incapaz de procesar que el saludo inicial no había sido para su primogénito, carraspeó con aspereza para recuperar el centro de atención.
—General, disculpe el atrevimiento —intervino la anciana, apoyando una mano huesuda sobre el hombro de Mateo como si marcara territorio—.
—Comprenderá usted que esta pobre muchacha no está acostumbrada a estas jerarquías. No sabe ni cómo responderle a un hombre de su talla.
Doña Verónica me dedicó una mirada cargada de conmiseración venenosa.
—Como le decía al salón entero antes de que usted entrara, mi hijo se ha sacrificado toda la vida por darle comodidades a una mujer que no comprende el mundo militar ni el valor del trabajo duro.
El General Morales no se inmutó.
Giró la cabeza con una lentitud casi glacial y posó sus pupilas sobre doña Verónica con el mismo peso con el que un tribunal de guerra examina a un reo confeso.
—Señora Arismendi —respondió el alto mando, arrastrando cada sílaba con un filo gélido—.
—En el servicio a la nación, el verdadero valor a menudo opera en el más absoluto silencio, lejos de las fanfarrias y de los micrófonos.
La frase cayó como un bloque de plomo sobre la mesa.
Doña Verónica parpadeó desorientada, sintiendo el golpe pero sin comprender de dónde provenía exactamente la bofetada moral.
A tres metros de distancia, la figura de Jimena permanecía completamente inmóvil.
Tenía la mano apoyada sobre la base de su copa de vino tinto.
La luz de las velas temblaba sobre el metal de su muñeca derecha.
Allí estaba la serpiente de oro macizo.
Las esmeraldas incrustadas en las cuencas del reptil parecían devorar el resplandor amarillento del candelabro, brillando con una frialdad fosforescente.
Jimena no miraba al General Morales.
Me miraba a mí.
Ihre mandelförmigen Augen, umrandet von einem perfekten schwarzen Strich, hatten sich zu einem schlitzförmigen Blick verengt, Ausdruck reiner Berechnung.
Es war der Blick eines Raubtiers, das gerade eine Anomalie in seinem Jagdgebiet entdeckt hatte.
Hatte sie die Anspannung in meinem militärischen Gruß bemerkt? Oder hatte der Glanz in meiner Haltung sie an der unterwürfigen Ehefrau zweifeln lassen, die Mateo ihr im Bett vorgegaukelt hatte?
Morales verbeugte sich leicht vor mir, ein kaum merkliches Zeichen des Abschieds.
—Genießen Sie den Abend— sagte sie mit neutraler Stimme, bevor sie sich auf dem Absatz umdrehte.
Das trockene Klicken seiner Stiefel verhallte in Richtung der Haupthalle, gefolgt vom metallischen Klimpern der taktischen Ausrüstung seiner Wachen.
Es dauerte einige Sekunden, bis der Raum wieder in seinen gewohnten Rhythmus zurückfand.
Das Orchester setzte zu einem langsamen Walzer fort, doch die Atmosphäre war nicht mehr fröhlich; sie war von einer dichten, elektrischen Schwere überschattet, wie die Ruhe vor der Explosion einer Artilleriegranate.
Mateo sank mit knarrendem Geräusch in seinen Stuhl zurück.
Ihre Finger trommelten wie wild auf der Tischdecke und klopften mit neurotischer Ungeduld gegen den Rand ihres Porzellantellers.
—Was für ein seltsamer Mann—, murmelte Mateo leise vor sich hin und gab sich gleichgültig, während er sich mit zitternder Hand noch mehr Whiskey einschenkte.
—Morales war schon immer ein mürrischer Typ, ein Bürokrat aus dem Generalstab, der nicht weiß, wie man mit Offizieren im Feld auskommt.
—Ich fand es respektlos, dass er dich nicht zuerst umarmt hat, mein Junge—, kreischte Doña Verónica in einem schrillen Flüstern, das man bis zu den Nachbartischen hören konnte—.
„Du bist derjenige, der heute Abend geehrt wird, nicht deine nutzlose Frau. Ich verstehe nicht, warum er vor ihr strammstand, als wäre sie eine Autoritätsperson.“
Mateo verzog den Mund und sah mich von der Seite an.
Ein finsterer Blick, voller angestautem Groll und einer krankhaften Unsicherheit, die drohte, überzukochen.
—Er dachte wohl, ich sei die Frau des Brigadegenerals, die vorhin hier saß— sagte Mateo mit beißender Verachtung.
„Die alten Divisionssoldaten sehen nicht mehr gut. Außerdem, was weiß sie schon von Respekt vor einer Uniform, wenn sie noch nie in ihrem Leben gearbeitet hat?“
Ich habe nicht geantwortet.
Ich hielt den Kopf leicht geneigt, eine Stoffserviette zwischen den Fingern, und nahm die Haltung des unterwürfigen Opfers ein, die sie brauchten, um sich überlegen zu fühlen.
In meiner Vorstellung hatte die taktische Uhr jedoch gerade erst mit Mikrosekundenpräzision ihren Betrieb aufgenommen.
Unter dem Tisch glitt meine rechte Hand zu der schwarzen Lederhandtasche, die auf meinem Schoß lag.
Ich berührte die versteckte Naht des Innenfutters.
Dort, eingebettet in ein spezielles Wärmefach, lag ein Satellitentelefon von der Dicke einer Kreditkarte, mit Quantenverschlüsselung der Financial Intelligence Unit.
Das Gerät vibrierte dreimal an meinen Fingerspitzen.
Drei kurze, trockene Hülsenfrüchte.
Interner Code meines Stellvertreters: Bestätigung, dass das Ziel am Perimeter anvisiert wurde.
Ich hob langsam den Blick, um meine Umgebung zu überprüfen.
Auf der anderen Seite des Raumes erhob sich der zivile Auftragnehmer für gepanzerte Ausrüstung – der Mann, mit dem Mateo zuvor am Abend noch geflüstert hatte – diskret von seinem Tisch.
Er war ein Mann von etwa fünfzig Jahren, von kräftiger Statur, mit pechschwarz gefärbtem Haar und einem maßgeschneiderten italienischen Anzug, der die Steifheit seiner Haltung nicht verbergen konnte.
Sein Name war Carlos Valenzuela, CEO einer Briefkastenfirma mit Sitz in einem karibischen Steuerparadies, die als Hauptfassade für die Geldwäsche von Vermögenswerten aus überteuerten Militäraufträgen diente.
Valenzuela ging zügig in Richtung des Badezimmerflurs und warf einen Blick über die Schulter zum Hauptausgang, durch den General Morales soeben gegangen war.
Auf halbem Weg trafen sich ihre Blicke mit Mateos.
Mein Mann nickte leicht senkrecht.
Eine fast unsichtbare Geste, eine stillschweigende Zustimmung.
Valenzuela verschwand hinter den Samtvorhängen, die zum hinteren Korridor des Casinos führten.
Nur zwei Sekunden später stand Jimena mit einstudierter Eleganz auf.
Sie strich die Falten ihres eng anliegenden Seidenkleides glatt und ließ den Stoff im gedämpften Licht des Veranstaltungsortes schimmern.
—Ich werde mein Make-up vor dem Dessert noch etwas auffrischen, Doña Verónica— sagte Jimena mit einem süßen Lächeln, das das Herz der alten Dame erweichte.