Mendoza colocó el estetoscopio sobre el pecho frágil de Sofía.
El ritmo cardíaco era caótico, irregular, con extrasístoles que anunciaban una tormenta arritmogénica inminente.
El compuesto contenía con toda probabilidad una mezcla de organofosforados o agonistas alfa-dos de alta potencia, comunes en los antiparasitarios y sedantes ganaderos del mercado negro fronterizo.
«¡No encuentro vena, doctor, está colapsada por la deshidratación y el dolor!», exclamó Rocío, con la frente perlada de sudor.
«Vamos con acceso intraóseo en la tibia izquierda si no canalizas en treinta segundos», respondió Mendoza con frialdad quirúrgica.
En ese preciso instante, un alboroto de voces estridentes y pisadas apresuradas estalló en el pasillo principal de la sala de espera.
A través del plástico translúcido de la cortina azul se proyectó la silueta de varias personas forcejeando.
«¡Déjeme pasar, le digo que soy su madre!», gritó una voz femenina, desgarrada por el pánico y el agotamiento.
«¡Señora, tiene que esperar en el área de trabajo social, hay un procedimiento legal en curso!», replicaba la voz autoritaria del policía municipal.
«¡No me importa su procedimiento, mi niña está ahí adentro! ¡Sofi! ¡Sofía!»
La cortina azul fue corrida con violencia, zafándose de dos de sus ganchos metálicos con un chasquido agudo.
En el umbral apareció una mujer joven, de no más de veinticinco años, vestida con el overol de gabardina azul marino característico de las operarias de costura industrial.
Tenía el cabello recogido en una coleta desaliñada de la que escapaban mechones empapados de sudor pegados a las mejillas.
No llevaba bolso.
Sus manos, manchadas de pelusa textil y grasa de máquina de coser, temblaban incontrolablemente.
Als die Frau ihre Tochter auf der Trage liegen sah, umgeben von gelblicher Gaze und Überwachungskabeln, presste sie beide Hände an den Mund und krümmte sich zusammen, als wäre sie in den Bauch geschossen worden.
“Oh mein Gott… Sofi!”, schluchzte sie und sank auf die Knie auf den Fliesen, bevor der Polizist hinter ihr ihren Arm packen konnte.
Mendoza rührte sich nicht von seinem Platz neben dem Herzmonitor.
Sein Blick ruhte mit forschender Kälte auf der Frau, er analysierte jeden Millimeter ihres Gesichtsausdrucks.
Ihr fehlte die berechnende Kälte einer Berufsverbrecherin.
Es herrschte purer, verheerender, urtümlicher Schrecken.
Doch der Arzt im allgemeinen Krankenhaus hatte schon zu viele Gesichter menschlichen Entsetzens gesehen, um sich allein von den Tränen einer verzweifelten Mutter überzeugen zu lassen.
“Sind Sie Lucía Morales?”, fragte Mendoza, und seine Stimme durchschnitt die Tränen der Frau wie ein Skalpell.
Die junge Frau blickte vom Boden auf.
Seine Augen waren blutunterlaufen und er hatte einen gelblichen Bluterguss, der kaum wahrnehmbar, aber unter klinischem Licht deutlich zu erkennen war, unterhalb seines linken Wangenknochens.
Ein alter blauer Fleck, mindestens vier oder fünf Tage alt, notdürftig mit billigem Schminkpuder bedeckt.
“Ja… ich bin ihre Mutter… lassen Sie mich sie berühren, bitte… sagen Sie mir, was mit meinem kleinen Mädchen los ist”, flehte die Frau und kroch einen halben Meter auf Knien zur Trage.
“Sofort stehen bleiben!”, befahl der Arzt entschieden und hob eine behandschuhte Hand.
„Nähern Sie sich der Patientin erst, wenn das Personal ihren Zustand vollständig stabilisiert hat.“
Der städtische Polizist, ein kräftiger Mann mit grauem Schnurrbart, packte Lucia an den Schultern und zwang sie aufzustehen, wobei er sie einen Meter vom Krankenbett entfernt hielt.
„Warum sind Sie aus der Fabrik weggelaufen, Mrs. Morales?“, fragte Mendoza unverblümt und fixierte dabei die aufgerissenen Augen der jungen Mutter.
„Wenn die Polizei sie an ihrem Arbeitsplatz über einen medizinischen Notfall informierte, warum verließ sie das Gebäude dann durch die hintere Laderaumtür?“
Lucia öffnete den Mund, aber die Luft schien sich zu weigern, in ihre Lungen zu gelangen.
Ihr Blick wanderte zwischen dem strengen Gesicht des Arztes, der Krankenschwester, die sich abmühte, Sofia den Katheter in den Arm zu legen, und der Gestalt ihrer Tochter, die auf der Matratze stöhnte.
“Ich… ich bin nicht vor den Ärzten weggelaufen…”, stammelte er mit überschlagender Stimme.
„Ich sah den roten Lastwagen an der Ecke der Fabrik parken, als ich hinausging, um die Abfälle in den Container zu werfen.“
Mendozas Herz machte einen unmerklichen Sprung.
„Gabriels Truck?“, platzte es aus dem Arzt heraus, als werfe er den Namen in die Luft wie einen Haken in dunkle Gewässer.
Als Lucia diesen Namen hörte, durchfuhr sie ein Schauer am ganzen Körper, als hätte sie einen elektrischen Schlag bekommen.
Sein Kiefer verkrampfte sich für einen Moment.
Ein Hauch von panischer Angst huschte über ihre geweiteten Pupillen und ersetzte für einen Moment den mütterlichen Schrei durch ein viel tieferes und stärker verankertes Grauen.
»Er… er hat draußen auf mich gewartet«, flüsterte die Frau und warf einen Seitenblick zur offenen Flurtür, als fürchte sie, die Wände hätten Augen.
„Er winkte mir vom Fenster aus zu… er zeigte mir den Schlüssel zu meinem Haus.“
„Er sagte mir am Telefon, wenn ich ihm meinen zweiwöchentlichen Gehaltsumschlag nicht aushändigen würde, würde das Mädchen nie wieder laufen können.“
Mendoza kniff die Augen zusammen und prüfte, ob die Aussage im Einklang mit den ihm vorliegenden Fakten stand.
„Das Mädchen wurde allein, eingesperrt und mit Veterinärchemikalien für Rinder vergiftet aufgefunden“, sagte der Arzt barsch.
„Und auf Ihrem Küchentisch stand eine Tasse frisch gebrühter Kaffee mit Zimt, serviert, bevor Sie zu Ihrer Fünf-Uhr-Schicht aufgebrochen sind.“
Lucia erbleichte noch mehr, bis sie die aschfahlen Farben von nassem Zement annahm.
„Der Kaffee…“, murmelte sie, ihre Beine gaben erneut nach, nur der feste Griff des Polizisten an ihrem Arm hielt sie noch fest.
„Kaffee war nichts für ihn…“
„Für wen war es dann?“, hakte Mendoza nach und trat einen Schritt auf sie zu, um die Distanz zu verringern.
„Versuchen Sie nicht, mich mit einer Lüge zu schützen, Mrs. Morales. Ihre Tochter hat Verbrennungen zweiten Grades und leidet unter anhaltendem neuromuskulärem Versagen.“
„Die Staatsanwaltschaft arbeitet draußen an der Ausarbeitung eines Haftbefehls wegen schwerer Vernachlässigung.“
Lucia schüttelte heftig den Kopf, Tränen rannen ihr über das Kinn und befleckten den Revers ihres Arbeitsoveralls.
„Der Kaffee war für meine Schwiegermutter… Doña Remedios“, gestand die Frau unter einem unterdrückten Schluchzen, das von den weißen Fliesenwänden widerhallte.